Lohnt sich Geld sparen überhaupt noch?

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In der Zeit der Niedrigzinsen ist die Frage, ob sich Geld sparen lohnt, auf jeden Fall berechtigt. Immerhin gibt es zahlreiche Varianten des Geldsparens, die sich mittlerweile mit allenfalls niedrigen Zinsen bewerkstelligen lassen. Und wer nicht gerade große Investments in Immobilien tätigen möchte, der wird sich entsprechend nach Alternativen umschauen müssen. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die aktuelle Lage, insbesondere darüber, in welchen Bereichen überhaupt noch Zinsen zu finden sind.

Keine Zinsen auf dem Girokonto

Fangen wir mit dem klassischen Girokonto an, das noch vor einigen Jahren eine gute Möglichkeit war, um mit Zinsen Geld zu sparen. Mittlerweile gibt es aber quasi kein Girokonto mehr, auf dem es überhaupt noch Zinszahlungen seitens der Bank zu finden gibt – eher im Gegenteil.

Denn es gab über die vergangenen Monate immer mal wieder Meldungen darüber zu finden, dass Banken den Kunden sogar Negativzinsen berechnen, wenn ein bestimmter Betrag auf dem Konto überschritten wurde. Sprich: ab einer bestimmten Summe an Erspartem zahlt der Kunde dafür, dass die Bank das Geld auf dem Konto speichert.

Geringe Zinsen auf Tagesgeld

Nicht viel besser sieht es darüber hinaus bei Tagesgeldkonten aus – wenngleich zumindest hier keine Negativzinsen zu erwarten sind. Allerdings gibt es zumeist Zinsen in Höhe von 0,25 Prozent pro Jahr, aber auch weniger Zinsen sind durchaus zu finden. Hier lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Anbieter.

Der eine oder andere Anbieter für Tagesgeldkonten lockt etwa damit, im ersten Vertragsjahr einen höheren Zinssatz anzubieten. Wer dann entsprechend viel Geld auf das Tagesgeldkonto einzahlt und dieses auch im ersten Jahr dort belässt, kann zumindest hier und da mit Zinsen von rund 1,5 Prozent per annum rechnen. Danach sinken die Zinsen aber wieder deutlich.

Die Festgeldanlage mit etwas Zinsen

Eine ganz ähnliche Option stellt die Festgeldanlage dar, die derzeit ebenfalls bei rund 1,5 Prozent im Maximum für ein Jahr liegt – bei einer Einlage von 10.000 Euro. Wer sich länger für die Sicherung der Einlage entscheidet, der kann auch die Zinsen steigern – bei fünf Jahren etwa sind 2,0 Prozent Zinsen pro Jahr durchaus zu erreichen.

Allerdings muss auch beachtet werden, dass im Vergleich zum Tagesgeld eben kein simpler Zugriff auf das Festgeldkonto besteht. Deshalb sollte dieses nur für solche Beträge verwendet werden, die ohnehin übrig sind und nicht kurzfristig benötigt werden. Dies gilt je weniger, desto kürzer die Einlage geplant ist.

Für eine gute Rendite: Dividenden-Aktien

Wer mehr Gewinn als 2,0 Prozent per annum wünscht, der kommt im Moment wohl kaum um Aktien herum. Diese bieten derzeit noch immer die besten Möglichkeiten, auf ein höheres Wachstum zu kommen, sind dementsprechend aber auch mit einem höheren Risiko verbunden als klassische Anlagen wie das Girokonto oder Festgeld.

Für diejenigen, die mit Aktien Geld verdienen wollen, ist besonders die Dividende interessant und wichtig. Erfolgreiche Investoren bauen auf Aktien, die regelmäßig Dividenden ausschütten, da sich mit diesen zielgerichteter Geld verdienen lässt als darauf zu bauen, eine risikobehaftete Aktie im richtigen Moment zu veräußern.

Aktiendepots gibt es zum Glück schon ohne Depotgebühren und Verwahrgebühren – und mit genügend Geduld waren Sie in der Vergangenheit auch meist lukrativer als die Veranlagung auf dem Konto oder Sparbuch. Gerade wer Aktien, Fonds oder ETFs für die private Altersvorsorge kauft, hat jedoch meist diesen langen Anlagehorizont. Je älter man wird, desto mehr sollte man jedoch auf stabile Werte setzen um dann kurz vor der Pension nicht direkt mit einem ev. einbruch kämpfen zu müssen.

Fazit:

Wie sich auf den ersten Blick erkennen lässt, ist es im Moment schwierig, mit Geldanlagen Geld zu verdienen, wenn man nicht gerade auf Immobilien setzt. Dementsprechend sollte darauf geachtet werden, welche Anlage sich für welchen Typ eignet und ob nicht eine breite Aufstellung sinnvoll ist.

Generell dürften Aktien noch immer die aktuell beste Option darstellen, Geld zu verdienen. Solange die Niedrigzinsphase der EZB anhält, können Sparer mit den klassischen Modellen kaum bis gar kein Geld verdienen. Dafür ist das Risiko bei Aktien natürlich entsprechend höher und muss in die Berechnung mit einfließen.